Asecos hat an seinem Standort Gründau ein neues Versandlager für Sicherheitsschränke in Betrieb genommen. Herzstück der Anlage sind Schwerlast-Verschieberegale von SSI Schäfer, die eine hohe Lagerkapazität auf begrenzter Fläche ermöglichen. Bereits in der frühen Planungsphase wurde der Intralogistik-Spezialist in das Bauprojekt eingebunden, um Gebäude und Lagertechnik optimal aufeinander abzustimmen. Das neue Versandlager dient als zentrale Drehscheibe für Produkte, die weltweit an Industrieunternehmen sowie Forschungs- und Entwicklungslabore ausgeliefert werden. Dort kommen die Sicherheitsschränke zur Gefahrstofflagerung brennbarer Chemikalien, Gasflaschen und Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz.
Gefahrstofflagerung stellt hohe Anforderungen an die Lagertechnik
Für das neue Logistikzentrum sollte auf einer Fläche von rund 1.300 Quadratmetern eine Anlage mit 1.800 Stellplätzen für Einwegpaletten entstehen. Gleichzeitig musste die Lagertechnik dauerhaft hohe Lasten aufnehmen. Je nach Ausführung wiegen die Sicherheitsschränke zwischen 160 und mehr als 1.000 Kilogramm. Darüber hinaus übernimmt das Versandlager die Funktion eines Puffers, um kurzfristige Änderungen in der Versandplanung flexibel abbilden zu können. Entsprechend war eine durchgängig auf hohe Traglasten ausgelegte Regalanlage erforderlich.
Frühzeitige Planung erleichtert die Umsetzung
Nach Angaben der Projektbeteiligten war die frühe Einbindung von SSI Schäfer ein entscheidender Erfolgsfaktor. Bereits während der Hallenplanung konnten Anforderungen wie eine verstärkte Bodenplatte sowie die Vorbereitung der Führungs- und Laufschienen berücksichtigt werden. Durch die enge Abstimmung mit dem Architekten entstand eine Infrastruktur, die von Beginn an auf die Schwerlast-Verschieberegale ausgelegt wurde. Zusätzliche Anpassungen während der Bauphase konnten dadurch vermieden werden.
Schwerlast-Verschieberegale optimieren die Flächennutzung
Die neue Regalanlage bildet das Zentrum des Versandlagers. Acht Fahrwagen mit Längen von bis zu 33 Metern ermöglichen eine hohe Lagerdichte und gleichzeitig einen effizienten Materialfluss. Da die Gassen von beiden Seiten befahren werden können, lassen sich Ein- und Auslagerprozesse flexibel organisieren. Zum Schutz der Regalrückseiten entschied sich Asecos gemeinsam mit SSI Schäfer für flexible Kunststoffnetze. Sie verhindern Beschädigungen, wenn einzelne Sicherheitsschränke geringfügig über die Regaltiefe hinausragen.
Gefahrstofflagerung profitiert von durchdachten Details
Auch bei der Einlagerung schwerer Produkte wurde die Anlage auf die Anforderungen der Praxis abgestimmt. Ab der zweiten Lagerebene tragen die Regalfelder Lasten bis zu 750 Kilogramm. Statt geschlossener Holzböden kommen auf den oberen Ebenen Gitterroste zum Einsatz. Dadurch verbessern sich die Sichtverhältnisse für Staplerfahrer beim Ein- und Auslagern. Gleichzeitig wird verhindert, dass sich Staub auf den Lagerflächen ansammelt.
Neues Versandlager erhöht Effizienz und Planungssicherheit
Nach Baubeginn im Herbst 2023 wurden die Schienen der Regalanlage Ende 2024 montiert. Seit April 2025 befindet sich das Versandlager im Regelbetrieb und erreicht nach Unternehmensangaben bereits eine Auslastung von rund 75 Prozent. Für Asecos bestätigt das Projekt den Nutzen eines integrativen Planungsansatzes. Werden Gebäude und Lagertechnik frühzeitig gemeinsam entwickelt, entstehen Lösungen, die eine hohe Flächeneffizienz mit sicheren Materialflüssen und einer langfristig zuverlässigen Nutzung verbinden.