R. Stahl verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 eine insgesamt schwächere Geschäftsentwicklung. Die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit sowie neue US-Zollmaßnahmen haben die Investitionsbereitschaft in vielen Kundenbranchen gebremst. Während der Auftragseingang im ersten Quartal noch von einer erhöhten Nachfrage profitierte, kühlte sich das Geschäft im zweiten Quartal deutlich ab.
Auftragseingang in zentralen Regionen rückläufig
Von Januar bis Juni 2025 erreichte der Auftragseingang einen Wert von 165,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Regionen Amerika und Asien leichte Zuwächse verzeichneten, waren vor allem die Märkte in der Zentralregion (Afrika und Europa ohne Deutschland) von spürbaren Einbußen betroffen. Zum 30. Juni 2025 lag der Auftragsbestand bei 113 Millionen Euro und damit 6,6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Umsatzentwicklung von R. Stahl in allen Absatzmärkten negativ
Die Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf 151,2 Millionen Euro, ein Minus von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland lag der Rückgang mit 12,5 Prozent nahe am Konzernmittel, während die Zentralregion mit einem Minus von 7,1 Prozent etwas stabiler blieb. Deutlich stärker gingen die Erlöse in den Märkten Amerika (minus 18,4 Prozent) und Asien/Pazifik (minus 25,7 Prozent) zurück. Das Ebitda vor Sondereinflüssen fiel von 19,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 8,9 Millionen Euro. Das Konzernergebnis verringerte sich von plus 5,8 Millionen Euro auf minus fünf Millionen Euro.
R. Stahl senkt Prognose für 2025
Aufgrund der weiterhin schwachen Nachfrage erwartet R. Stahl im Gesamtjahr 2025 einen Konzernumsatz zwischen 320 und 330 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen wird im Bereich von 25 bis 30 Millionen Euro prognostiziert. Zuvor war das Unternehmen von höheren Werten ausgegangen. Für den Free Cashflow wird ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt, während bei der Eigenkapitalquote ein leichter Rückgang erwartet wird.
Aussicht des R. Stahl-Vorstands: Maßnahmen gegen schwache Nachfrage
„Die Nachfrage nach R. Stahl Produkten und Dienstleistungen hat sich seit dem zweiten Quartal aufgrund der zunehmenden weltweiten Unsicherheiten deutlich eingetrübt. Das Unternehmen wird mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern, um die kommenden herausfordernden Quartale zu meistern. Wir sind optimistisch, dass R. Stahl die derzeitige Nachfragedelle gestärkt überwinden wird und im Anschluss den profitablen Wachstumskurs fortsetzt“, so Dr. Mathias Hallmann, CEO von R. Stahl.