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Hager-Systemtechnik sichert Stromverteilung der Psychiatrischen Klinik Lüneburg
Versorgungssicherheit kritischer Infrastrukturen: Klinik schützt Energieversorgung vor Ausfällen
Donnerstag, 27. August 2026
| Redaktion
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Dennis Tatje links erklärt die Funktion der Umschalteinheit „HZI855“
Dennis Tatje links erklärt die Funktion der Umschalteinheit „HZI855“, Bild: Hager

Die Psychiatrische Klinik Lüneburg erneuert im Rahmen eines mehrstufigen Bauprojekts ihr Hauptgebäude aus den 1970er Jahren. Für die Versorgungssicherheit des Neubaus kommen bei der elektrischen Energieverteilung unter anderem die Niederspannungshauptverteilung „unimes H“ und das Unterverteilungssystem „univers N“ von Hager zum Einsatz.

Leistungsschalter unterstützen die Versorgungssicherheit

Das Herzstück der Energieversorgung bildet die Niederspannungshauptverteilung „unimes H“ von Hager für Ströme bis 4.000 Ampere. Ihre hohe Kurzschlussfestigkeit trägt zur Versorgungssicherheit der Klinik als kritische Infrastruktur bei. Für die selektive Absicherung der Stromkreise kommt der offene Leistungsschalter „HW1“ zum Einsatz, der sowohl für den Festeinbau als auch in Einschubtechnik erhältlich ist.

Die Leistungsschalter können unter anderem als Einspeiseschalter für trafonahe Anwendungen in Niederspannungshauptverteilungen eingesetzt werden. Bei selektiver Einstellung halten sie Kurzschlussströme ausreichend lange, ohne selbst auszulösen. Dadurch erhält das Schutzgerät, das dem Fehler am nächsten liegt, die notwendige Zeit, um den betroffenen Stromkreis abzuschalten. Ein Fehler muss somit nicht zwangsläufig größere Bereiche der Energieversorgung beeinträchtigen. Die Schalttechnik dient zugleich dem Schutz von Anlage und Personal und unterstützt einen wartungsfreundlichen Betrieb. Durch die modulare und robuste Bauweise lässt sich der „HW1“ flexibel in die Energieverteilung integrieren und an künftige Leistungsanforderungen anpassen.

Störlichtbogenschutz schützt Personal und Betriebsmittel

„unimes H“ verfügt außerdem über einen passiven Störlichtbogenschutz. Im Fehlerfall wird die Energie des Lichtbogens kontrolliert abgeleitet und eine gezielte Druckentlastung ermöglicht. Damit sollen sowohl Personen und Betriebsmittel geschützt als auch die Auswirkungen auf die Energieversorgung begrenzt werden.

Automatische Umschaltung erhöht die Versorgungssicherheit

Für den Wechsel zwischen Netz- und Ersatzversorgung wird die Umschalteinheit „HZI855“ eingesetzt. Der ATS-Controller überwacht die Spannungsversorgung und steuert den automatischen Wechsel zwischen beiden Versorgungswegen nach DIN VDE 0100-710. Diagnosefunktionen und Ereignisprotokollierung unterstützen die Überwachung des Anlagenzustands. Das Gerät erfüllt nach Herstellerangaben unter anderem die Normen IEC 60947-6-1 und IEC 60364-7-710.

Zusätzlich kommen „h3+“-Leistungsschalter mit Energy-Auslöseeinheit und integrierter Messdatenerfassung zum Einsatz. Messwerte und Schaltzustände lassen sich über Türeinbaudisplays direkt an der Anlage ablesen. Dadurch können die Verantwortlichen Energieflüsse und Betriebszustände kontinuierlich überwachen.

Versorgungssicherheit bis in die Unterverteilung

Für die Unterverteilung in den Gebäudebereichen nutzt die Klinik „univers N“-Anlagen für Ströme bis 630 Ampere. Gemeinsam mit „unimes H“ entsteht damit eine durchgängige Energieverteilung von der Hauptversorgung bis zu den Endabnehmern. Beide Systeme lassen sich Feld für Feld planen und an unterschiedliche Anforderungen anpassen. „univers N“ steht zudem in verschiedenen Schrankausführungen und mit Schutzarten von IP41 bis IP65 zur Verfügung.

Digitale Werkzeuge unterstützen die Planung

Bei Planung und Inbetriebnahme nutzte das ausführende Unternehmen Elektro Müller mehrere digitale Werkzeuge von Hager. „Hagercad Calc“ diente zur Berechnung und Dimensionierung der Niederspannungsverteilung, „Hagercad“ zur Projektierung und Dokumentation. Der „hw+“-Konfigurator unterstützte die Auslegung der Leistungsschalter, während „Hager Power setup“ bei Prüfung und Inbetriebnahme der Schaltanlage eingesetzt wurde. „Durch die enge Zusammenarbeit mit Hager und den Einsatz der digitalen Tools konnten wir die Energieverteilung präzise planen, zuverlässig umsetzen und den Zeitplan einhalten“, fasst Geschäftsführer Sven Müller abschließend zusammen.

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