Die Bedeutung physischer Sicherheit nimmt in Unternehmen spürbar zu. Dies belegt der aktuelle Sicherheitsmonitor 2025, eine gemeinsame Erhebung des VDMA, der Messe Essen und der VdS Schadenverhütung. Während das subjektive Sicherheitsbedürfnis in der gesamten Bevölkerung steigt, sind Unternehmen nachweislich deutlich häufiger von Einbrüchen betroffen. Die Studie zeigt: Zertifizierte Technik und fachlich fundierte Beratung sind zentrale Entscheidungsfaktoren in der gewerblichen Sicherheitsstrategie.
Unternehmen stärker betroffen als Privatpersonen
Laut Sicherheitsmonitor 2025 haben 41 Prozent der befragten Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren mindestens einen Einbruch erlebt. Bei Privatpersonen liegt der Wert bei nur zwölf Prozent. Entsprechend hoch ist die Risikoeinschätzung: 40 Prozent der Unternehmen bewerten die Gefahr eines physischen Einbruchs als erheblich und treffen gezielte Vorkehrungen. Damit rückt die betriebliche Sicherheit zunehmend in den Fokus unternehmerischer Investitionsentscheidungen.
Sicherheitsmonitor 2025 zeigt: Vertrauen und Zertifizierung sind kaufentscheidend
Bei der Auswahl sicherheitstechnischer Systeme legen Unternehmen großen Wert auf unabhängige Zertifizierungen (41 Prozent) sowie auf Empfehlungen von Fachpersonal (39 Prozent). Die Nachfrage konzentriert sich vor allem auf Sicherheitskameras (28 Prozent), elektronische Schließsysteme und Einbruchmeldeanlagen (jeweils 19 Prozent). „Den zuverlässigsten Einbruchschutz bietet unabhängig zertifizierte Sicherheitstechnik. Die Umfrage zeigt: Unternehmen achten bei ihren Kaufentscheidungen am häufigsten auf eine Zertifizierung. Auch Verbraucher sollten sich daher immer ausreichend informieren und sich dabei stets an relevanten Qualitätssiegeln orientieren. VdS wird als unabhängige Zertifizierungsstelle weiterhin die Grundlage dafür schaffen, dass Verbraucher und Unternehmen auf zuverlässige, geprüfte Sicherheitslösungen vertrauen können. Wir sorgen dafür, dass Produkte halten, was sie versprechen“, erklärt Peter Schramm, Geschäftsführer VdS Schadenverhütung.
Klassische Technik bleibt dominierend, auch im gewerblichen Bereich
Trotz wachsender digitaler Lösungen bevorzugen viele Unternehmen bewährte Systeme. Der Trend geht zur Kombination klassischer Technik mit modernen Steuerungs- und Analysefunktionen. Die VdS-Zertifizierung gilt in diesem Kontext als verbindlicher Qualitätsmaßstab. Gerade in sensiblen Branchen wie Industrie, Logistik oder Gesundheitswesen spielt die Nachvollziehbarkeit sicherheitsrelevanter Systeme eine zentrale Rolle.
Sicherheitsbedürfnis steigt über alle Branchen hinweg
Das Sicherheitsbedürfnis ist laut Sicherheitsmonitor 2025 kein isoliertes Phänomen einzelner Sektoren oder Regionen. Ob Großstadt oder ländlicher Raum, produzierendes Gewerbe oder Dienstleistung: Die Erwartung an präventive Sicherheitsmaßnahmen nimmt zu. „Die Ergebnisse sprechen für sich: Wir haben ein steigendes Bedürfnis nach Sicherheit in der gesamten Gesellschaft. Wir als Industrie sehen schon immer unsere Aufgabe darin, dieses Bedürfnis zu befriedigen, denn wir haben bereits Lösungen, an denen wir kontinuierlich arbeiten, um Einbrüche effektiv zu verhindern“, erklärt Prof. Dr. Frank Janser, Vorstandsvorsitzender des VDMA Fachverbands Sicherheitssysteme.
Security Essen 2026 zeigt aktuelle Branchentrends
Der Sicherheitsmonitor 2025 wurde vom 16. bis 24. Oktober 2025 durch das Meinungsforschungsinstitut Insa Consulere erhoben und basiert auf der Befragung von 4.000 Privatpersonen und 1.000 Unternehmen in Deutschland. Die Ergebnisse werden zukünftig jährlich erhoben und zur nächsten Fachmesse Security Essen vom 22. bis 25. September 2026 vorgestellt. Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen, bestätigt, dass die Nachfrage nach physischen und digitalen Sicherheitslösungen kontinuierlich wächst, sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich.