Sicherheitsrelevante Entwicklungsprojekte in den Bereichen Automotive, Medizintechnik und Railway unterliegen hohen regulatorischen Anforderungen. Entsprechend wichtig sind qualifizierte Entwicklungs- und Testwerkzeuge, die den Nachweis normgerechter Prozesse unterstützen. Vector hat deshalb für seine Plattform „CANoe“ eine Safety-Zertifizierung durch Tüv Süd erhalten. Anwender sollen dadurch den Aufwand für Tool-Qualifikation, Auditvorbereitung und Safety-Nachweise deutlich reduzieren können.
Tüv Süd bestätigt Safety-Zertifizierung für „CANoe“
Vector hat für seine Entwicklungs- und Testplattform „CANoe“ eine Safety-Zertifizierung durch Tüv Süd erhalten. Das Zertifikat bestätigt die Qualifizierung der Plattform für Entwicklungsprozesse gemäß IEC 61508 sowie ISO 26262 für Automotive-Anwendungen, IEC 62304 für MedTech und EN 50716 für Railway-Anwendungen. Damit steht Anwendern ein unabhängig geprüftes Tool für das Entwickeln und Testen sicherheitsrelevanter Systeme zur Verfügung. Laut Vector umfasst die Zertifizierung zentrale Funktionsbereiche der Plattform, darunter die Analyse von Kommunikationsflüssen, automatisierte Tests virtueller und realer Gesamtsysteme sowie Simulations-, Diagnose- und Stimulationsmechanismen zur Fehler- und Reaktionsanalyse.
Safety-Zertifizierung vereinfacht Tool-Qualifikation
Für Entwicklungsprojekte mit hohen Safety-Anforderungen bedeutet die Zertifizierung vor allem eine Entlastung im Projektalltag. Durch die unabhängige Bewertung reduziert sich der Aufwand für eigene Tool-Nachweise und Qualifizierungsmaßnahmen erheblich. Gleichzeitig unterstützt die Safety-Zertifizierung das Einhalten regulatorischer Anforderungen und verbessert die Planungssicherheit bei langfristigen Entwicklungsprojekten. Besonders bei langen Produktlebenszyklen spielt die Investitionssicherheit qualifizierter Tools eine wichtige Rolle.
Entwicklungs- und Testplattform deckt mehrere Safety-Standards ab
Im Rahmen der Zertifizierung wurden die Produkte „CANoe“, „CANoe MedTech“, „CANoe Server Edition“ sowie „CANoe MedTech Server Edition“ geprüft. Nach Angaben von Vector sind die Lösungen für sämtliche Safety-Integrity-Levels nach IEC 61508 und EN 50716 qualifiziert. Zusätzlich decken sie alle Automotive Safety-Integrity-Levels gemäß ISO 26262 sowie sämtliche Software-Safety-Classes nach IEC 62304 ab. Damit eignet sich die Plattform für den Einsatz in unterschiedlichen sicherheitskritischen Entwicklungsumgebungen.
Safety-Zertifizierung soll langfristig abgesichert werden
Vector plant, die Safety-Zertifizierung künftig regelmäßig zu erneuern. Durch die Rezertifizierungen soll sichergestellt werden, dass auch zukünftige Versionen der Produkte die Anforderungen der relevanten Sicherheitsnormen erfüllen. Dadurch erhalten Anwender langfristig eine belastbare Grundlage für den Einsatz der Plattform in sicherheitsrelevanten Software- und Embedded-Projekten.