Simulink-Schnittstelle mit Hot-Standby-Redundanz für Einsatz in sicherheitskritischen Anwendungen
Dienstag, 26. August 2025
| Redaktion
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Bachmann erweitert seine Softwarelösung um eine Hot-Standby-Redundanz in die modellbasierte Entwicklung: Kritische Anwendungen laufen in der neuen Version 2.75 nun mit doppelter Sicherheit
Bachmann erweitert seine Softwarelösung um eine Hot-Standby-Redundanz in die modellbasierte Entwicklung: Kritische Anwendungen laufen in der neuen Version 2.75 nun mit doppelter Sicherheit, Bild: Bachmann Electronic

Bachmann Electronic integriert in die neue Version seiner Simulink-Schnittstelle „M-Target 2.75“ eine Hot-Standby-Redundanz. Die Erweiterung zielt auf den Einsatz in sicherheitskritischen Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Systemverfügbarkeit. Wesentliche Neuerungen betreffen die Ausfallsicherheit, die Netzwerkintegration und die Datenverarbeitung im Condition Monitoring.

Hot-Standby-Redundanz durch doppelte Steuerungssysteme

Die Hot-Standby-Redundanz von „M-Target 2.75“ erlaubt die parallele Ausführung von Applikationen auf zwei räumlich getrennten CPU-Systemen. Bei einem Fehler übernimmt das Standby-System unterbrechungsfrei die Steuerung. Dadurch lassen sich auch anspruchsvolle Prozesse in rauen oder sicherheitsrelevanten Umgebungen absichern. Die Redundanz deckt sämtliche Systemebenen ab und ist vollständig in die Engineering-Umgebung integriert.

Modellbasierte Entwicklung in Simulink mit integrierter Redundanz

Wie in früheren Versionen erlaubt „M-Target 2.75“ die direkte Entwicklung, Simulation und automatische Übertragung von Applikationen auf Echtzeit-Steuerungen, ohne manuelle Programmierung. Die bestehenden Workflows in der Simulink-Umgebung bleiben erhalten. Durch die neue Redundanzfunktion ergibt sich jedoch ein deutlich erweitertes Einsatzspektrum.

Redundanz in Netzwerken und Audio-Funktionen

Für zeitkritische Netzwerke wurde die Bibliothek der „bluecom“-Blöcke erweitert. Diese ermöglichen eine optimierte Datenübertragung bei hoher Systemlast. Darüber hinaus lassen sich nun mit neuen Funktionsblöcken WAV-Audio-Dateien aus Körperschall-Messdaten der Condition-Monitoring-Module „AIC214“ und „AIC206“ erzeugen, komprimieren und speichern. Auch diese Funktionen profitieren von der stabilitätsfördernden Redundanzarchitektur.

Redundanzoptionen und Systemvoraussetzungen

Die Rückwärtskompatibilität zu früheren Versionen bleibt bestehen. Für den Einsatz der neuen Redundanzfunktion sind jedoch „M-Base“ ab Version 4.85 sowie das Redundanzmodul ab Version „1.23R“ erforderlich. Optional ist eine Kopplung mit der Redundanz-Option des „atvise“-Visualisierungssystems möglich.

Systempflege und Redundanzsicherheit durch Updates

Neben den funktionalen Erweiterungen wurden auch Fehlerkorrekturen im Logging- und SVI-Bereich vorgenommen. Zudem enthält die neue Version Sicherheitsupdates und unterstützt „MATLAB/Simulink“-Versionen bis einschließlich „2025a“. Die kontinuierliche Pflege trägt zur langfristigen Redundanzsicherheit bei.

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