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Sick kombiniert Sicherheitssteuerung, Reihenschaltung und Safety Services zu einer durchgängigen Plattform
Integrierte Maschinensicherheit reduziert Engineering-Aufwand und Stillstandszeiten
Dienstag, 30. Juni 2026
| Redaktion
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Maschinensicherheit bedarf klarer Produktstrukturen, verständlicher Services, einfacher Installation und intuitiver Bedienung, die Stillstände reduzieren und Produktivität steigern
Maschinensicherheit bedarf klarer Produktstrukturen, verständlicher Services, einfacher Installation und intuitiver Bedienung, die Stillstände reduzieren und Produktivität steigern, Bild: Sick

Moderne Maschinensicherheit erfüllt heute weit mehr als gesetzliche Vorgaben. Sie schützt nicht nur Bediener und Instandhalter, sondern beeinflusst auch die Produktivität von Maschinen und Anlagen. Kurze Inbetriebnahmezeiten, transparente Diagnosefunktionen und eine einfache Integration in bestehende Steuerungsarchitekturen gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig müssen Maschinenbauer hohe Sicherheitsanforderungen bis SIL3 und Performance Level e erfüllen und ihre Anlagen flexibel an unterschiedliche Anwendungen anpassen können. Vor diesem Hintergrund steigt der Bedarf an Sicherheitslösungen, die sich ohne großen Engineering-Aufwand projektieren, konfigurieren und betreiben lassen. Sick verfolgt dafür einen durchgängigen Plattformansatz mit den Lösungen „Flexi Compact“, „Flexi Loop“ und „ReLy“.

Maschinensicherheit beginnt bei einer durchgängigen Plattform

Instandhaltung, Service und Engineering profitieren besonders dann von Sicherheitslösungen, wenn Hardware und Software aufeinander abgestimmt sind. Einheitliche Diagnosefunktionen, modulare Erweiterungsmöglichkeiten und standardisierte Schnittstellen vereinfachen sowohl die Projektierung als auch den späteren Betrieb. Mit „Flexi Compact“ steht dafür eine kompakte Sicherheitssteuerung zur Verfügung, die sich softwarebasiert konfigurieren lässt. Über zusätzliche I/O-Module und Gateways kann das System an unterschiedliche Maschinenkonzepte angepasst werden. Die Kommunikation erfolgt über Ethernet und Modbus TCP, wodurch sich die Steuerung einfach in vorhandene Automatisierungslösungen integrieren lässt.

Ergänzt wird die Plattform durch die sichere Reihenschaltung „Flexi Loop“. Bis zu 32 Sicherheitssensoren lassen sich über lediglich einen Ausgang und zwei Eingänge anbinden. Umfangreiche Diagnosefunktionen unterstützen dabei die schnelle Lokalisierung von Fehlern und erhöhen die Transparenz im laufenden Betrieb. Mit dem Sicherheitsrelais „ReLy“ ergänzt Sick die Plattform um eine platzsparende Lösung für den Schaltschrank. Schmale Gehäuse ab 18 Millimetern sowie kurze Ansprechzeiten ermöglichen kompakte Maschinenlayouts und unterstützen eine hohe Anlagenverfügbarkeit.

Praxisbeispiel: Kunststoffmaschinen einfacher integrieren

Wie sich dieser Ansatz in der Praxis auszahlt, zeigt ein Maschinenbauer aus der Kunststoffverarbeitung. Das Unternehmen entwickelt eigene SPS-Lösungen für Spritzgießmaschinen, 3D-Druck-Systeme und Handhabungstechnik. Gesucht wurde eine Sicherheitssteuerung, die sich ohne großen Integrationsaufwand in die bestehende SPS-Architektur einfügt und gleichzeitig vorkonfigurierbare sowie kodierbare Verkabelungen unterstützt.

Mit „Flexi Compact“ ließ sich diese Anforderung umsetzen. Der modulare Aufbau erleichtert die dezentrale Verdrahtung, die Smartplug-Technologie vereinfacht die Konfiguration und die Frontverdrahtung reduziert den Aufwand beim Schaltschrankaufbau. Zusätzlich beschleunigt das Werkzeug „Safety Configuration Deployment“ die Programmierung in der Serienfertigung. Aufgrund der positiven Erfahrungen setzt das Unternehmen die Sicherheitssteuerung inzwischen serienmäßig in neuen Maschinen und Handhabungssystemen ein.

Praxisbeispiel: Flexible Sicherheitsarchitektur für Kabelverarbeitung

Ein weiteres Projekt stammt aus der automatisierten Kabelverarbeitung für die Automobilindustrie. Ziel war die Entwicklung einer neuen Crimp-Maschine mit kürzeren Umrüstzeiten und einer skalierbaren Sicherheitsarchitektur für Haupt- und Nebenmodule. Auch hier kam „Flexi Compact“ zum Einsatz. Mehrere Steuerungsstationen ermöglichen eine einheitliche Sicherheitsarchitektur über die gesamte Maschine hinweg. Gleichzeitig erleichterte die enge technische Zusammenarbeit während des Engineerings die Integration in die bestehende Maschinenplattform. Heute wird die Sicherheitssteuerung sowohl in neuen Maschinen als auch bei bestehenden Plattformen des Kunden eingesetzt.

Safety Services ergänzen die Technik

Neben den Hardwarelösungen bietet Sick umfassende Safety Services an. Diese reichen von der Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 über die Entwicklung vollständiger Sicherheitskonzepte bis hin zur Umsetzung in Neuanlagen, Umbauten oder Retrofit-Projekten. Dadurch erhalten Maschinenbauer Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine hinweg und können Anforderungen aktueller sowie zukünftiger Regelwerke, etwa der EU-Maschinenverordnung oder neuer Cybersecurity-Vorgaben, frühzeitig berücksichtigen.

Maschinensicherheit wird zum wirtschaftlichen Faktor

Die Praxisbeispiele zeigen, dass moderne Maschinensicherheit heute weit über den klassischen Personenschutz hinausgeht. Standardisierte Sicherheitsplattformen verkürzen Engineering- und Inbetriebnahmezeiten, reduzieren Stillstände und erleichtern Wartung sowie Service. Durch die Kombination aus Sicherheitssteuerung, sicherer Sensoranbindung, Diagnosefunktionen und begleitenden Safety Services unterstützt Sick Maschinenbauer dabei, funktionale Sicherheit wirtschaftlich umzusetzen und gleichzeitig die Verfügbarkeit ihrer Anlagen nachhaltig zu steigern.

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