Omron Electronic Components Europe bringt ein fortschrittliches Kameramodul zur Personenerkennung auf den Markt, das speziell für den Einsatz in automatisierten Reinräumen entwickelt wurde. Das vortrainierte Modul erkennt zuverlässig Fabrikmitarbeitende in Reinraumschutzkleidung und ermöglicht so sicherere Interaktionen zwischen Mensch und Maschine. Das neue HVC-P2-Modul „B5T-007003“ unterstützt Maschinenbauer und Systemintegratoren bei der Umsetzung intelligenter Sicherheitskonzepte in der Halbleiter-, Pharma- und Lebensmittelverarbeitung sowie in weiteren sensiblen Produktionsumgebungen.
Kameramodul erkennt Personen unter Reinraumbedingungen
Reinraumanzüge verändern die natürliche Körpergeometrie und stellen herkömmliche Systeme zur Posen-Schätzung vor große Herausforderungen. Klassische Sensormodalitäten wie Wärme- oder Ultraschallsensoren stoßen dabei häufig an ihre Grenzen.
Das Kameramodul „B5T-007003“ kombiniert kompakte Kamera- und Verarbeitungshardware von Omron mit neuer Firmware und speziell entwickelten Algorithmen zur Personenerkennung. Die Algorithmen wurden gezielt darauf trainiert, menschliche Merkmale auch bei vollständiger persönlicher Schutzausrüstung zuverlässig zu identifizieren.
Trainierte Algorithmen für typische Arbeitssituationen
Trainiert wurden unterschiedliche Körperhaltungen wie Stehen, Sitzen, Hocken oder Kriechen. Dadurch erkennt das System auch Mitarbeitende, die Maschinen einrichten, nachladen, warten oder reparieren. Das Modul erzeugt ein Erkennungssignal, das an die zentrale Maschinensteuerung übermittelt wird. So können sichere Betriebsmodi automatisch aktiviert werden, wenn sich Personen im Gefahrenbereich befinden.
„Die in unser neues Kameramodul integrierte fortschrittliche Erkennungstechnologie bietet sich als ideale Lösung für die nächste Generation intelligenter Fabriken an. Sie konzentriert die Sicherheit am Rand und sorgt dadurch für eine konsistente Echtzeit-Reaktionsfähigkeit sowie inhärente Datenschutzfunktionen”, erklärt Gabriele Fulco, Produktmarketingmanager bei Omron
Edge-basierte Verarbeitung im Kameramodul für mehr Datenschutz
Die Personenerkennung erfolgt direkt im Kameramodul. Dadurch werden Echtzeit-Reaktionszeiten ermöglicht und gleichzeitig Datenschutzanforderungen unterstützt, da keine permanente Übertragung sensibler Bilddaten an externe Systeme notwendig ist. Optional kann das Rohbild der Kamera für Kontroll- und Validierungszwecke bereitgestellt werden.
Flexible Objektivoptionen für unterschiedliche Anwendungen
Für verschiedene Installationsszenarien stehen zwei Objektivvarianten zur Verfügung:
- ein Objektiv mit 50 Grad Sichtfeld für größere Distanzen
- ein Weitwinkelobjektiv mit 90 Grad Sichtfeld
Typische Anordnungen zur Optimierung der Personenerkennung umfassen vertikale Montagen nach unten oder oben sowie schräge Positionierungen mit mehreren Kameras.
Kameramodul: Einfache Integration in Maschinen und Anlagen
Die Kamera ist über eine flexible Leiterplatte mit der Hauptplatine verbunden, was eine platzsparende Integration auch in bestehende Anlagen ermöglicht. Über den USB-Anschluss können Erkennungsmodi und Auslöseschwellen mithilfe einer grafischen Benutzeroberfläche konfiguriert werden.
Zum Lieferumfang gehören USB-Treiber, Befehlsspezifikationen, Evaluierungssoftware und Beispielcode. Das erleichtert Entwicklern und Systemintegratoren die schnelle Implementierung des Kameramoduls in neue oder bestehende Automatisierungslösungen. Mit diesem spezialisierten Kameramodul zur Personenerkennung erweitert Omron sein Portfolio um eine leistungsfähige Lösung für sicherheitskritische Anwendungen in Reinräumen und automatisierten Produktionsumgebungen.