Digitale Werkzeuge können Fachplaner und Errichter dabei unterstützen, den steigenden Anforderungen im Brandschutz mit vorhandenen personellen Ressourcen zu begegnen. Hekatron erweitert dazu seine Systemlandschaft „H+“ um KI-gestützte Funktionen. Diese sollen Fachwissen strukturiert zugänglich machen, wiederkehrende Aufgaben automatisieren und komplexe Tätigkeiten beschleunigen. Die Systemlandschaft deckt verschiedene Phasen von der Planung und Dokumentation bis zum Betrieb und zur Betreuung von Brandschutzsystemen ab. Mit „H+ Plan“ steht ein Werkzeug für die Projektierung von Brandmeldeanlagen zur Verfügung. „H+ Assist“ übernimmt die Funktion eines digitalen Wissens- und Support-Assistenten. Beide Anwendungen können auf der Fachmesse Security in Essen vom 22. bis 25. September 2026 getestet werden.
KI ergänzt digitale Werkzeuge im Brandschutz
Der Einsatz von KI zielt insbesondere auf Tätigkeiten, bei denen Fachkräfte regelmäßig Informationen recherchieren oder standardisierte Arbeitsschritte bearbeiten müssen. Anstatt die fachliche Beurteilung zu ersetzen, sollen die digitalen Funktionen Informationen aufbereiten und Arbeitsprozesse unterstützen. Damit adressiert Hekatron eine Entwicklung, die Planungs- und Errichterunternehmen zunehmend beschäftigt: Während die Zahl und Komplexität von Projekten steigen, stehen nicht im gleichen Umfang zusätzliche Fachkräfte zur Verfügung. Gleichzeitig bleiben die normativen Anforderungen an Planung, Installation und Betrieb von Brandschutzsystemen hoch.
Neues Brandmeldesystem verbindet mehrere Systemebenen
Auf der Messe stellt der Hersteller zudem erstmals das Brandmeldesystem-Portfolio „Integral Maxx“ vor. Es verbindet Peripherie, Systemtechnik, neue Zentralenplattformen und digitale Services innerhalb eines Systems. Damit sollen verschiedene Komponenten der Brandmeldetechnik enger zusammenspielen. Für Errichter stehen dabei insbesondere eine einfachere Handhabung und digitale Unterstützung im Arbeitsalltag im Vordergrund. Gleichzeitig soll die Kombination der unterschiedlichen Systemebenen die Umsetzung und Betreuung von Brandmeldeanlagen unterstützen.
Zertifizierte Ferninspektion für den Brandschutz
Ein weiteres Thema ist die Vernetzung von Geräten in Gebäuden. Mit „Konexxt Remote“ zeigt Hekatron einen nach dem Open Metering System (OMS) zertifizierten Ferninspektionsmelder. Nach Herstellerangaben handelt es sich um den ersten entsprechend zertifizierten Ferninspektionsmelder auf dem deutschen Markt.
OMS ist ein Funkstandard für die herstellerübergreifende Vernetzung von Geräten in Gebäuden. Die vom VDE bestätigte Zertifizierung schafft eine geprüfte Grundlage für die Interoperabilität mit bestehenden Infrastrukturen. Das ist unter anderem für Betreiber, Wohnungsunternehmen und Dienstleister relevant, wenn unterschiedliche Systeme gemeinsam eingesetzt werden sollen.
Funksystem für anspruchsvolle Gebäudeumgebungen
Auch die Funkkommunikation bei Feststellanlagen wurde weiterentwickelt. Beim Funksystem „155 F“ hat der Hersteller nach eigenen Angaben die Sende- und Empfangsleistung optimiert sowie die Störunempfindlichkeit reduziert. Die Funkverbindung soll dadurch auch unter schwierigen baulichen Bedingungen stabil bleiben. Als Anwendungsfall nennt Hekatron beispielsweise denkmalgeschützte Gebäude, in denen kabelgebundene Installationen mit erhöhtem baulichem Aufwand verbunden sein können.
Brandschutz zwischen Digitalisierung und Fachkräftemangel
Die auf der Security gezeigten Entwicklungen verdeutlichen, dass Digitalisierung im Brandschutz zunehmend über einzelne Komponenten hinausgeht. Planungssoftware, KI-gestützte Assistenz, vernetzte Brandmeldetechnik und Ferninspektion können dazu beitragen, Arbeitsabläufe von der Projektierung bis zum laufenden Betrieb stärker digital abzubilden. Gerade vor dem Hintergrund begrenzter personeller Kapazitäten liegt ein Schwerpunkt darauf, vorhandenes Fachwissen leichter verfügbar zu machen und wiederkehrende Tätigkeiten effizienter zu bearbeiten. Sie finden Hekatron auf der Security in Essen in Halle 7 am Stand 7D27.