Whitepaper von Profibus & Profinet International (PI), Fieldcomm Group, ODVA und OPC Foundation
Industrielle Kommunikation erfordert ganzheitliche Security-Konzepte
Dienstag, 26. Mai 2026
| Redaktion
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Das neue Security Whitepaper beschreibt einen praxisorientierten, risikobasierten Ansatz.
Das neue Security Whitepaper beschreibt einen praxisorientierten, risikobasierten Ansatz, Bild: PI

Die Absicherung industrieller Kommunikation gewinnt angesichts zunehmender Cyber-Bedrohungen und neuer regulatorischer Anforderungen weiter an Bedeutung. Profibus & Profinet International (PI) hat deshalb gemeinsam mit der Fieldcomm Group, der ODVA und der OPC Foundation ein technisches Whitepaper zur sicheren Nutzung industrieller Kommunikationsprotokolle veröffentlicht. Das Dokument beschreibt einen risikobasierten Ansatz für den sicheren Einsatz industrieller Kommunikation in modernen Automatisierungsarchitekturen.

Industrielle Kommunikation sicher in Automatisierungsarchitekturen integrieren

Das Whitepaper mit dem Titel „Secure Deployment of Industrial Communication Protocols - A Risk Management Based Approach“ zeigt, wie industrielle Kommunikationsprotokolle sicher in Produktions- und Automatisierungsumgebungen integriert werden können. Im Fokus stehen etablierte Technologien wie „Profinet“, „Profibus“ und „IO-Link“. Beschrieben wird ein praxisorientierter Ansatz, der technische Security-Funktionen mit organisatorischen Maßnahmen und geeigneten Netzwerkarchitekturen kombiniert. Ziel ist es, Cyberrisiken in industriellen Anlagen systematisch zu reduzieren.

Security-Konzepte stärken die industrielle Kommunikation

Das Dokument erläutert unter anderem den Einsatz von Zonen- und Conduit-Konzepten, Netzwerksegmentierung sowie integrierten Security-Funktionen innerhalb industrieller Kommunikationssysteme. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Cyberresilienz industrieller Anlagen zu erhöhen. Nach Einschätzung der beteiligten Organisationen reicht es nicht aus, einzelne Komponenten isoliert zu schützen. Stattdessen sei ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich, bei dem Kommunikationsprotokolle, Systemarchitekturen und organisatorische Prozesse gemeinsam betrachtet werden.

Industrielle Kommunikation benötigt interoperable Sicherheitsstrategien

Mit dem gemeinsamen Whitepaper unterstreichen die beteiligten Organisationen ihren Anspruch, interoperable und praxisgerechte Security-Konzepte für industrielle Kommunikation bereitzustellen. Der Fokus liegt dabei ausdrücklich auf offenen und standardisierten Ansätzen statt auf isolierten Insellösungen. Das Dokument richtet sich insbesondere an Anlagenbetreiber, Systemintegratoren, Automatisierungshersteller und Security-Experten. Neben technischen Grundlagen liefert das Whitepaper auch Orientierung für den Umgang mit zukünftigen regulatorischen Anforderungen im Bereich Industrial Security.

Cyberresilienz wird Teil industrieller Kommunikation

Mit der zunehmenden Vernetzung industrieller Anlagen steigen auch die Anforderungen an sichere Kommunikationsinfrastrukturen. Industrielle Kommunikation entwickelt sich damit zunehmend zu einem zentralen Bestandteil moderner Cyberresilienz-Strategien. Das neue Whitepaper soll Unternehmen dabei unterstützen, bestehende Kommunikationsarchitekturen sicherer auszulegen und Risiken in vernetzten Produktionsumgebungen frühzeitig zu adressieren. Das englischsprachige Whitepaper kann hier heruntergeladen werden.

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