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Cohesity sichert Backups für Produktion, Labor und Cloud-Daten
Cyberresilienz in der Pharmaproduktion: Rottendorf Pharma beschleunigt Wiederherstellung
Mittwoch, 19. August 2026
| Redaktion
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Hauptsitz von Rottendorf Pharma in Ennigerloh
Hauptsitz von Rottendorf Pharma in Ennigerloh, Bild: Rottendorf Pharma

Cyberresilienz ist in der Pharmaproduktion unmittelbar mit der Verfügbarkeit von Anlagen und Daten verbunden. Rottendorf Pharma produziert oral einzunehmende Arzneimittel für Unternehmen der Pharmabranche. Für den Produktionsbetrieb ist deshalb nicht allein die Sicherung von Daten relevant, sondern auch die Zeit, die nach einem Systemausfall bis zur Wiederherstellung benötigt wird. „Wenn die Wiederherstellung beispielsweise einer Laboranlage zu lange dauert, können uns regulatorische Vorgaben mitunter dazu zwingen, die gesamte Charge zu verwerfen“, erklärt Oliver Lamm, IT Infrastructure Manager. Vor der Umstellung setzte Rottendorf mehrere Systeme zur Datensicherung ein. Dateifreigaben wurden mit „IBM Tivoli Storage Manager“ auf Band gesichert, für rund 200 virtuelle Maschinen kam eine weitere Lösung zum Einsatz. Windows-basierte Laboranlagen zur Steuerung von Tablettenpressen wurden mit „Clonezilla“ gesichert. Die parallele Verwaltung erschwerte den Überblick über den Status der einzelnen Backups.

Unterschiedliche Backup-Systeme erschweren die Cyberresilienz

Im Jahr 2023 entschied sich Rottendorf deshalb für eine zentrale Plattform, die sowohl lokale Workloads als auch SaaS-Daten abdecken sollte. Dazu gehören Dateifreigaben, virtuelle Maschinen und Laborrechner ebenso wie Daten aus „Microsoft 365“ und „Salesforce“. Zu den Auswahlkriterien zählten neben einer schnellen Wiederherstellung die Datensicherheit und der Schutz vor Ransomware. Nach der Auswertung von Gartner-Studien entschied sich das Unternehmen für Cohesity. Die Plattform arbeitet unter anderem mit Multi-Faktor-Authentifizierung und rollenbasierter Zugriffskontrolle. Für bestimmte Änderungen oder das Löschen von Sicherungen ist die Freigabe durch zwei Administratoren vorgesehen.

„Das Lizenzmodell von Cohesity senkt die Gesamtbetriebskosten, da wir nur für die tatsächlich genutzte Kapazität bezahlen“, ergänzt Lamm. „Cohesity stellt Sicherheit in den Vordergrund, unter anderem durch gehärtetes Linux, Multi-Faktor-Authentifizierung, rollenbasierte Zugriffskontrolle sowie die Vorgabe, dass für das Ändern oder Löschen von Datensicherung zwei Administratoren erforderlich sind. Das Management ist weniger zeitaufwendig, da wir lokal auf die Cohesity-Cluster zugreifen können, ohne den Umweg über die Cloud nehmen zu müssen. Zudem gab mir die Reaktionsschnelligkeit der Vertriebs- und Technikmitarbeiter von Cohesity während des ,Proof of Concept' die Gewissheit, dass ich mich auch in Stresssituationen auf Cohesity verlassen kann.“

Cyberresilienz mit replizierten und isolierten Backups

Rottendorf sichert seine Daten heute auf zwei Cohesity-Clustern mit jeweils vier Knoten, die sich gegenseitig replizieren. Besonders kritische Informationen werden zusätzlich in den von Cohesity verwalteten Datentresor Fortknox übertragen. Für kritische Systemänderungen ist dort ebenfalls die Genehmigung durch zwei Administratoren erforderlich. „Kunden, die Produkte in der Entwicklungsphase haben, wollen stets wissen, wie wir Daten schützen und sicherstellen, dass diese nicht manipuliert werden können“, erklärt der IT Infrastructure Manager. „Wenn wir erläutern, dass Fortknox kritische Daten in einem sicheren Datentresor mit strengen Zugriffskontrollen isoliert und dass die Kopien unveränderlich sind, schafft das bei unseren Kunden Vertrauen.“

Für Windows-basierte Laborrechner nutzt das Pharmaunternehmen außerdem „Cohesity Bare Metal Restore“ („CoBMR“) von Cristie Software. Dadurch soll sich insbesondere die Wiederherstellungszeit gegenüber der zuvor eingesetzten Lösung verkürzen. „Die Wiederherstellung von Laborrechnern mit Cohesity und ,CoBMR' dauert nur wenige Minuten, verglichen mit mehreren Stunden bei Clonezilla“, so Oliver Lamm. „Auch der Wiederherstellungsprozess selbst ist schneller, da wir Daten auf beliebige physische, virtuelle oder Cloud-Ziele zurückspielen können. Clonezilla ermöglichte die Wiederherstellung nur auf derselben Hardwareplattform.“

Bis zu 1.200 Backup-Läufe stärken die Cyberresilienz

Statt einer einzigen nächtlichen Sicherung führt Rottendorf inzwischen bis zu 1.200 Backup-Läufe pro Tag durch. Daten aus „Microsoft 365“ werden alle zwölf Stunden gesichert, bei Laborgeräten beträgt das Intervall vier Stunden. Die häufigeren Sicherungen sollen zugleich dabei helfen, technische Probleme wie volle Festplatten frühzeitig zu erkennen. Auch virtuelle Maschinen lassen sich nach Angaben des Unternehmens schneller wieder in Betrieb nehmen. „Die Funktion zur sofortigen Massenwiederherstellung von Cohesity ist beeindruckend“, betont Lamm. „Hunderte von virtuellen Maschinen sind innerhalb von Minuten wieder online. Bei Hardware-Erneuerungen nutzen wir die sofortige Massenwiederherstellung, um unsere Systeme schnell wieder in Betrieb zu nehmen.“

Neben kürzeren Wiederherstellungszeiten nennt Rottendorf geringere Gesamtbetriebskosten durch Datenreduzierung, nutzungsbasierte Lizenzierung und einen niedrigeren Verwaltungsaufwand als Ergebnis der Umstellung. „Die einheitliche Benutzeroberfläche von Cohesity bietet einen Überblick über alle Workloads“, sagt Lamm. „Ich kann den Status der virtuellen Maschinen für Produktion und Verpackung sowie der Laborgeräte in einem einzigen Bericht überprüfen.“

Tablettenpresse: Wiederherstellung verhindert Verlust einer Charge

Welche Bedeutung die Wiederherstellungszeit für die Produktion haben kann, zeigte sich nach der Implementierung bei einem ausgefallenen Windows-Rechner zur Steuerung einer Tablettenpresse. Das System konnte nach Angaben von Rottendorf innerhalb weniger Minuten wiederhergestellt werden. Der vollständige Umzug auf neue Hardware dauerte weniger als vier Stunden. „Als ein Windows-Rechner, der eine Tablettenpresse steuerte, ausfiel, konnten wir ihn mit Cohesity innerhalb von Minuten wiederherstellen“, beschreibt Lamm. „Wir haben das System in weniger als vier Stunden auf neuer Hardware vollständig wiederhergestellt, ohne die Charge verwerfen zu müssen. Bei einem ähnlichen Ausfall vor der Einführung von Cohesity dauerte die Wiederherstellung Wochen, und wir verloren die Charge.“

Rottendorf prüft nach der Einführung weitere Funktionen für Datenmanagement und IT-Sicherheit. Vollständig ausschließen lassen sich Cyberangriffe und Systemausfälle aus Sicht des Unternehmens dennoch nicht. „Was die Cyber-Resilienz betrifft, so lässt sich das Risiko nicht auf null reduzieren. Wir vertrauen auf Cohesity-Backups als unsere letzte Verteidigungslinie. Zudem ist es beruhigend zu wissen, dass das ,Cohesity-CERT' [Cyber Event Response Team] bereitsteht, um uns im Bedarfsfall zu unterstützen.“

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